Warum sollen die Farben "blind" erfühlt werden?

Die PERSYS-Analyse ist ein farbpsychologisches Instrument. Sie stellt den Menschen als Kreisbild (Persönlichkeits-Matrix) dar, dessen Einzelelemente in Form von archetypischen Mustern Bezug zu den verschiedenen Persönlichkeitsbereichen bzw. Lebensthemen haben - emotional, geistig-mental - aber auch physisch. Die Form zeigt also den Themenbereich und die Farbe mit denen die eizelnene Teile ausgemalt werden, den Zustand bzw. die Art und Weise wie diese Bereiche gelebt werden. Man könnte sagen, das SELBST drückt sich durch die Farben in den mit Persönlichkeitsbereichen korrespondierenden Teilsegmenten aus und zeigt dadurch (in der Potenzial-Analyse) berufsrelevante Stärken, Potenziale, Ziele und Möglichkeiten, Bedürfnisse, Motivationen etc.; in der Persönlichkeits-Analyse auch Blockierendes.

Grundlegend für das Funktionieren dieses Verfahrens ist: Da Farben mit Gefühlen - also dem unverfälschten Unbewussten in Verbindung stehen, ist eine exakt zutreffende Aussage möglich. Allerdings trifft dies nur zu, wenn bewusste oder unbewusste Manipulation ausgeschlossen werden kann.

Wie aber kann man Manipulation durch das eigene Bewusstsein (Ratio) ausschließen? Nahezu jeder hat von Farben und ihren Qualitäten bereits gehört oder ist in seiner Meinung durch rationelle Urteilsbildung beeinflusst (Rot drückt Stärke und Aggression aus, Weiß ist rein, Schwarz ist schlecht,... etc.) dazu kommen noch andere manipulative Faktoren wie etwa, dass eine Farbe nicht zur anderen passt bzw. dass eine Farbe generell abgelehnt wird und diese dann nicht verwendet wird, oder dass jährlich wechselnde Modefarben und Mode-Farbkombinationen eine Rolle spielen.

Um aber authentische Aussagen treffen zu können muss jede Manipulation durch das Bewusstsein ausgeschlossen werden.

Wir haben lange überlegt, wie man dies erreichen kann und sind auf eine Methode gestoßen, die absolute Authentizität gewährleistet: nämlich für jeden Teil der Persönlichkeitsmatrix die Farben blind zu erfühlen.

Hier kamen uns Forschungen mit Blinden zugute, denen es möglich ist, Farben zu "erfühlen". Man hat herausgefunden, dass in jedem Menschen die Fähigkeit, Farben mit den Sensoren der Fingerspitzen wahrnehmen zu können, angeboren ist. Allerdings ist diese Fähigkeit bei Sehenden in den Hintergrund gedrängt, da die Farbwahrnehmung über den Gesichtssinn viel einfacher ist. Auf diese Weise ging im Laufe des Erwachsenwerdens die Verbindung zum Bewusstsein verloren. Unbewusst werden diese "Schwingungsimpulse" jedoch nach wie vor deutlich registriert. (Man erinnere sich an den Physik-Unterricht: Jede Farbe des Licht-Spektrums schwingt in einer eigenen Frequenz, die über das Auge aufgenommen, dann das (Farb)-Bild im Gehirn entstehen lässt. Diese Frequenzen sind aber auch fühlbar. In der Wissenschaft ist dieses Farben-Fühlen unter dem Begriff Synästhesie einzuordnen.

Synästhesie
In früheren Jahrhunderten und noch bis hinein in die 70er Jahre des 20. Jhds. wurde Synästhesie als außergewöhnliche Fähigkeit bzw. Anomalie, hervorgerufen durch eine psychische Erkrankung, angesehen. Erst durch neurophysiologische Untersuchungs-methoden wie die funktionale Kernspintomographie (fMRT) oder das EEG konnten die Wissenschaftler in den 1980er und 90er-Jahren das Geschehen im Gehirn besser nachvollziehen und  kamen zu neuen, ganz anderen Erkenntnissen. Nämlich, dass im Grunde jeder die Fähigkeit zur  Synästhesie besitzt, nur ist sie eben nicht (mehr) bewusst.

Neurowissenschaftler wie Richard Cytowic erklären Synästhesie dadurch, dass jeder Mensch von Geburt an über Nervenverbindungen zwischen dem sensorischen System, das den auslösenden Reiz verarbeitet, und demjenigen, in dem ein zusätzlicher Sinneseindruck entsteht, verfügt. Die Fähigkeit zur Synästhesie sei demnach angeboren. Allerdings sind diese Verbindungen später nur selten genutzt (da es beispielsweise nicht mehr notwendig ist, Farben zu erfühlen, wenn man einen intakten Sehsinn besitzt).

Als Beweis dafür, dass Synästhesie kein Produkt von gesteigerter Fantasie oder mnemonischen Techniken (Gedächtnistraining, antrainierte Fähigkeit) ist, dient  u.a. folgende Studie: Nicolas Rothena, Beat Meier: Grapheme-colour synaesthesia yields an ordinary rather than extraordinary memory advantage: Evidence from a group study. Memory, 3 April 2010, Volume 18, S. 258 - 264,  

Nun, mir machen uns diese besondere Fähigkeit (die alle Menschen besitzen) für unser außergewöhnliches farbpsychologisches Instrument zunutze:

Für unsere Analyse legen wir als Medium Farbstifte in den Farben: rot, gelb, grün, blau, schwarz, violett, rosa und weiß bereit.

Man schaut den Teilbereich der Matrix an, den man bemalen möchte (gleiche Teile einer Reihe), nimmt die Farbstifte in die Hand, schließt die Augen, mischt die Farbstifte durch, fühlt die Farben und zieht einen Farbstift ...

Auf diese Weise werden die Farben unbewusst jedoch über den Verbindungsweg - Hautsensoren - Gefühle - Energiemeridiane - Unterbewusstsein, gewählt. Da archetypische Muster und damit auch Ihre Zuordnung in jedem Menschen angelegt sind, ist die Zielansprache für jeden gültig und authentisch.

Fehlleitungen und Manipulationen durch das Bewusstsein werden auf diese Weise ausge-schlossen.

Die fertig ausgemalte Matrix mit ihren Teilbereichen ergibt letztendlich ein authentisches Bild die ganze Persönlichkeit. (Bei der Potenzialanalysen werden allerdings nur die positiven berufsrelavanten Bereiche gezeigt). Das Programm übersetzt nun diese Farbaussagen in eine verständliche Sprache und setzt die Textpassagen zur Gesamt-Analyse zusammen.